Tagung: Inklusion und Teilhabe - Menschen mit Demenz einbeziehen

Lebensqualität und Wohlbefinden stehen in direktem Zusammenhang mit der Einbindung in ein soziales Netzwerk und der Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Kognitive und funktionale Einschränkungen von Menschen mit Demenz begrenzen diese Möglichkeiten – zum Teil sogar erheblich. Daher gilt es besonders, Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung der Erkrankten und ihrer Angehörigen entgegenzuwirken. Ziel muss es sein, Bedürfnisse und Potenziale der betroffenen Menschen anzuerkennen und sie in die Gemeinden und Quartiere zu integrieren. Dies führt zu der Frage, welche Ressourcen und praktischen Chancen zur Mitwirkung von Menschen mit Demenz in unserer Gesellschaft bestehen.

Menschen mit Demenz sind keine Bürger zweiter Klasse: Sie sollen in die Lebenswelt eingebunden sein wie jeder andere auch. Anzustreben ist ein gesellschaftliches Miteinander, die Sicherung einer Zugehörigkeit, bei dem die unterstützte Person ihre Hilfen so lange wie möglich selber steuert.

Stellt der Anspruch, Demenz als etwas Alltägliches zu erleben, eine gesellschaftliche Überforderung dar? Kann es überhaupt so etwas wie Inklusion geben?

Mit der Veranstaltung wollen wir für grundlegende Rechte von demenziell Erkrankten sensibilisieren und einen Beitrag zu einer gesellschaftlichen Diskussion darüber leisten, wie Inklusion von Menschen mit Demenz ermöglicht werden kann, welche Verantwortlichkeiten und welche möglichen Grenzen bestehen.

Wir haben dazu ausgewiesene Expertinnen und Experten zusammen mit Betroffenen eingeladen, die unterschiedliche Perspektiven und praktische Ansätze zu diesen Fragestellungen darlegen und diskutieren.

Demenz

Referentinnen und Referenten

  • Stefanie Becker, Dr., Gerontologin und Psychologin, Geschäftsleiterin Schweizerische Alzheimervereinigung
  • Christina Kuhn, wiss. Mitarbeiterin und examinierte Krankenschwester, Demenzsupport Stuttgart
  • Christian Müller-Hergl, Altenpfleger, Supervisor, DCM-Trainer und Mitarbeiter Dialogzentrum Demenz an der Universität Witten-Herdecke (D)
  • Katharina Müller, Selbsthilfegruppe der Schweizerischen Alzheimervereinigung
  • Ulrich Otto, Prof. Dr., Leiter Careum Forschung, Forschungsinstitut der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit, Zürich
  • Helga Rohra, Demenzaktivistin, Vorsitzende EU Arbeitsgruppe Menschen mit Demenz, Vorstandsmitglied von Alzheimer Europa/AE und der Int. Allianz der Menschen mit Demenz/DAI
  • Michael Schmieder, Sonnweid, Wetzikon
  • Irène Taimako, Beraterin und Case Managerin, Alzheimervereinigung Aargau
  • Carsten Niebergall, Bereichsleiter Alter(n)&Generationen Careum Weiterbildung

Programm

08.15 Begrüssungskaffee
09.00Begrüssung und ModerationCarsten Niebergall
09.10Zukunftsszenarien der Teilhabe für Menschen mit DemenzUlrich Otto
09.40Kann denn Demenz ganz normal sein?Christian Müller-Hergl
10.15Pause
10.45Überforderung durch Inklusion? Ein KontrapunktMichael Schmieder
11.15Warum es sich dennoch lohnt eine demenzfreundliche Gemeinde aufzubauen.Stefanie Becker
11.45Zeit für Fragen
12.15Mittagspause
13.30Projekt: "Mit uns statt über uns"
Menschen mit Demenz schaffen sich ihre eigene Perspektive
Katharina Müller,
zusammen mit jüngeren Betroffenen
14.00Projekt: Herausforderung Demenz für Menschen mit LernschwierigkeitenChristina Kuhn
14.30Projekt: Zugehende Beratung im Kanton AargauIrène Taimako
15.00Pause
15.30TrotzDEM. Leben mit einer DemenzdiagnoseHelga Rohra
16.15Podium mit den Referentinnen und Referenten
und gesammelte Fragen aus dem Publikum
17.00Ende der Veranstaltung

Organisation und Administration

Tel. +41 (0)62 837 58 18
E-Mail: renate.kunz-laeubli@careum-weiterbildung.ch

Termin/Zeit

Mittwoch, 13. April 2016, 09.00 - 17.00 Uhr

Ort

Careum Weiterbildung, Mühlemattstrasse 42, 5001 Aarau

Anreise und Situationsplan

Kosten

CHF 340.– inkl. Pausenverpflegung und Mittagslunch.

Die Tagung richtet sich an

Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen und der Altersarbeit, Mitarbeitende in Freiwilligenorganisationen, Mitglieder aus Betriebskommissionen und Trägerschaften von Gesundheitsorganisationen, politische Vertreter sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Stornierung

Eine Stornierung der Anmeldung muss schriftlich erfolgen. Die Annullierung der Anmeldung für die Tagung ist bis zum 16. März 2016 (Anmeldeschluss) ohne Kostenfolge möglich. Nach diesem Termin oder bei Nichterscheinen zur Tagung ist die Rechnung zur Zahlung fällig und keine Rückerstattung mehr möglich. Sie können jedoch Ihre Anmeldung auf eine Kollegin, einen Kollegen übertragen. In diesem Fall verrechnen wir eine Bearbeitungsgebühr von CHF 20.–.

Programm zum Download

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